Champagne

Champagne

Das Festlichste aller Getränke

Bericht von Christoph Schäpper

«Champagner ist ein Lebensgefühl, ein Genuss und ein Fest, ein schöner Anblick und ein eleganter Duft, dazu der feine Geschmack, Frucht und Mineral, weich und hart, eigentlich ein Widerspruch und doch ein grossartiger Wein eben, auf eine ganz spezielle Art gemacht.» Paul Grote

Wenn ein besonderer gesellschaftlicher Anlass gefeiert wird, ein Hochzeit, ein neues Schiff, ein bedeutender Sieg im Sport, ein erfolgreicher Abschluss – fast immer ist er mit von der Partie. Seinen Namen verdankt der perlende Wein einem nordfranzösischen Landstrich, der Champagne. Auf der ganzen Welt von Frankreich über Italien bis in die USA wurde versucht, den Champagner, König aller Weine, vom Thron zu stossen. Gelungen ist es bis heute nicht.

Und doch, der Champagner trennt die Geister. Dem einen ist er zu herb, dem anderen zu säurebetont, zu teuer oder snobistisch. Auf der anderen Seite darf er nicht teuer genug sein, ist er der Ausdruck eines Lebensstils. Zugegeben, lange habe ich mich auch schwer getan. Gerade stark dosierte, d.h. Champagner mit gegen 15 g Zucker/Liter haben mich selten überzeugt. Obwohl dies nach Gesetz noch als Brut durchgeht, fehlen mir bei diesen Weinen die Frische. Weniger gute Qualitäten werden so des Öfteren «aufgewertet», mangelnder Gehalt oder Frische zugedeckt. Auf der anderen Seite sind die knochentrockenen, strengen Champagner immer eine Herausforderung.

Wo und wie entsteht Champagner?
Etwas 150 Kilometer nordöstlich von Paris befindet sich die Champagne, eine der am strengsten geschützten Wein-Appellationen der Welt. Auf kalk- und kreidehaltigen Böden wachsen hier in erster Linie Chardonnay und Pinot Noir. Das Klima ist relativ kalt und regnerisch – für einmal eine ideale Voraussetzung für einen grossen Wein – dem Champagner.

Die Weine werden auf ihrer Hefe in der Flasche vergoren. Während diesem Prozess entstehen die winzigen Kohlensäureblasen. Während Monaten werden die Flaschen gerüttelt, damit sich die Hefeablagerungen zu einem Eispfropfen gefrieren lassen. Beim entfernen der Korken schiesst dieser Eispfropfen durch den Druck aus der Flasche. Der fehlende Wein wird dann mit etwas Wein und je nach Geschmack mit Zucker aufgefüllt.

In der Flasche herrscht ein grosser Druck, weshalb sie mit Korken und Draht versiegelt wird. Die Winzer versuchen in der Regel mit Assemblagen von verschiedenen Lagen und Jahrgängen eine gleichbleibende Qualität zu erzielen. Deshalb tragen Schaumweine meist keine Jahrgangsangaben. Für Jahrgangschampagner werden nur die besten Trauben verwendet und er reift bis zu sieben Jahre, bevor er auf den Markt kommt.

Premier und Grand Cru Champagner
Während in Bordeaux der Premier Cru das Höchste ist,  ist es in der Champagne die Bezeichnung Grand Cru. Nur gut 10% der Champagne darf diesen Titel tragen. Weitere spezielle Lagen aus 41 Dörfern dürfen das Merkmal Premier Cru tragen. Dies sind weitere 14% der Rebflächen. Diese Crus unterliegen einem offiziellen Bewertungssystem. Die Trauben aus einem Grand Cru oder Premier Cru sind nicht nur die besten, sondern in der Folge auch die teuersten Trauben. Sie gelten ohnehin als das teuerste Rebgut der Welt. Für grosse Champagnerhäuser ist es schwierig eine puren Grand Cru oder Premier Cru in grossen Mengen zu liefern. Die meisten «Prestige Cuvée» nutzen aber Premier Cru Trauben in Ihren Mischungen, manche sogar nur Grand Cru Trauben.

Larmandier-Bernier - der besondere Tipp

Seit einigen Jahren arbeiten wir mit diesem kleinen, feinen Champagnergut zusammen. Vom Geheimtipp mausert sich Larmandier-Bernier im Steilflug in die absolute Spitzenklasse des Champagners.
Ein Ausschnitt aus hervorragenden Kritiken rund um den Globus:
Tom Stevenson, Champagner-Spezialist: «Gehört zu den besten Häusern der Côte de Blancs»
Robert Parker: «Exceptional in every way. I can’t recommand them highly enough.»
Helmut Cote: «Der überragende Star meiner diesjährigen Schaumwein-Empfehlungen.»

Der Erfolg ist dem sympathischen Winzerpaar Sophie und Pierre Larmandier von Herzen zu gönnen. Mit dem biodynamischen Anbau sind sie oft genug bei ihren Nachbarn angeeckt. Bei Ihrem Qualitätsanspruch verzichten sie auf «gängige» hoch dosierte Champagner und verfolgen eine klare Linie. Heute werden Sie auch von Nachbarn bewundert und ihre Champagner sind weltweit gefragt wie nie zuvor.

Die Qualität der Champagner von Larmandier-Bernier haben einen gemeinsamen Nenner: Beste Lagen (alles Grand Cru oder Premier Cru), biodynamischer Anbau, minimale Dosage und eine hochqualifizierte Kellerarbeit. Im Keller arbeitet Pierre Larmandier zum Beispiel nur mit natürlichen Hefen, während der Champagner-Verband Reinzuchthefen empfiehlt. Dies alles führt zu enorm komplexen, mineralischen und feinfruchtigen Klasse-Champagner. Ganz billig ist das Vergnügen auch bei diesem kleineren Champagner-Haus nicht, im Vergleich zu den grossen Luxusmarken sind die Preise von Larmandier-Bernier aber geradezu bescheiden.

Servieren und Essen
Ein romantischer Mythos ist das berühmte «Coupe». Obwohl Jahrhunderte lang verwendet, ist das tassenartige Glas für Schaumweine völlig ungeeignet. Das Glas erwärmt sich schnell und verliert durch die grosse Öffnung an Bukett und Perlage. Wir empfehlen Tulpengläser, die schlank und lange sind und eine leichte Wölbung gegen innen haben. Die Farbe, das Bukett und das Perlenspiel kommen so am schönsten zur Geltung. Die ideale Ausschenktemperatur für Champagner liegt bei 8°C, bei Jahrgangs-Champagner auch um 10° C. Das Glas maximal zwei Drittel füllen, damit sich das Bukett entfalten kann.

Champagner zum Aperitif mit kleinen Häppchen ist ein idealer Auftakt eines Festessens oder für eine Feier. Gerade ein Champagner Brut ist aber auch ein hervorragender Essensbegleiter. Der Brut Tradition und Blanc de Blancs sind zum Beispiel herrlich zu Forelle oder Hummer, oder auch zur feinen, nicht zu würzigen asiatischen Küche, zu Sushi und selbst zu Geflügel. Ein Brut mit Jahrgang und Rosé Brut passen auch zu Fleisch und Wild. Die Kraft und die Frische eines Champagners sind eine ideale Ergänzung für ein festliches Dinner und das Tolle dabei, man bleibt frisch!

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