Vorzeige-Brunello aus Montalcino

von Peter Keller / NZZ

Selten hat eine Kollektion eines Weinguts so überzeugt wie jene von Pian dell'Orino.

Hinter dem toskanischen Betrieb aus Montalcino stehen die Südtirolerin Caroline Pobitzer und der Deutsche Jan Hendrik Erbach. Sie konzentrieren sich ausschliesslich auf die einheimische Rebsorte Sangiovese.
Wer die Säure und Tannine zähmen kann, erzeugt charakter- und ausdrucksstarke Weine, wie der Brunello di Montalcino von Pian dell'Orino eindrücklich zeigt. Der 2005er hat inzwischen seine erste Trinkreife erreicht. Trotz seiner Kraft und den präsenten Tanninen zeigt er sich mit einer Eleganz und Finesse, die im Montalcino nicht allzu häufig anzutreffen ist. Der Ausbau findet während 24 Monaten in slawonischen Eichenholzfässern statt. In den sechs Hektaren grossen Rebbergen arbeiten die Besitzer nach den bio-dynamischen Richtlinien von Rudolf Steiner. Um aus jeder Lage wiedererkennbare Weine zu keltern, haben die beiden nach der Perfektion strebenden Winzer in den letzten Jahren die einzelnen Bodenstrukturen sorgfältig studiert. Mit viel versprechenden Anlagen wartet zudem der grandiose 2007er auf. Nicht nur das Aushängeschild Brunello, sondern auch der Rosso di Montalcino sowie der Basiswein Piandorino vermögen im Übrigen höhere Ansprüche zu befriedigen.

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Copyright: NZZ, 20. Nov. 2014, mehr Wein-Infos vom Experten Peter Keller finden Sie online auf www.wein.nzz.ch